
29.09.15 –
Ja; Europa, Bund, Land und Stadt stehen vor einer großen Herausforderung. Was mich bei der aktuellen Lage zuversichtlich stimmt, ist der große Konsens der Willigen in unserer Gesellschaft. Menschen die sagen: „Wir schaffen das und ich will dabei mithelfen.“ Als Optimist und „Gutmensch“ sehe ich da durchaus Chancen für uns alle.
Täglich sind Ehrenamtliche in Trier unterwegs, um in den beiden Erstaufnahmeeinrichtungen zu helfen. Sie organisieren und verteilen Kleidung, Hygieneartikel, Windeln und gute Laune. Ohne dieses ehrenamtliche Engagement möchte ich mir die Situation nicht vorstellen. So gut und richtig diese private Hilfe auch ist, sie allein kann die Aufgabe nicht bewältigen.
Wir müssen tragfähige Strukturen aufbauen. Dazu gehört die Gesundheitskarte für Flüchtlinge, dazu gehört der Bau neuer, günstiger Wohnungen, dazu gehören ausreichend Sprachkurse und vieles mehr. Wir haben hier ein richtiges Konjunkturprogramm vor uns, das beileibe nicht nur den Flüchtlingen zugutekommen wird.
Aber hier ist der Bund gefragt. Die hochverschuldeten Kommunen können diese Arbeit nicht alleine schultern. Zu denken: „Alter, schieb Du den Karren, Dein Buckel ist schon krumm“, ist nicht der richtige Weg. Trier und viele andere Städte brauchen keine schwarze Null in Berlin, sondern akute Unterstützung aus Berlin.
Thorsten Kretzer
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Finanzen | Migration | Rathauszeitung | Soziales | Stadtratsfraktion
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