Unser Ersatzkandidat für den Wahlkreis 25 Trier für unsere Direktkandidatin Natalie Cramme-Hill, mit den Themenschwerpunkten Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, Integration & Queer.
Geboren 1984 in Bitburg, aufgewachsen in der Eifel.
Nicht erst seit meinem Beitritt im Jahr 2016, getrieben durch den Aufstieg rechter Kräfte und der Notwendigkeit, aktiv gegen Ausgrenzung zu kämpfen, setze ich mich für eine offene und gerechte Gesellschaft ein. Als langjähriger stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Stadtrat Trier und ehemaliger Vorsitzender unseres Kreisverbandes habe ich in bereits in vielfältigen Positionen Verantwortung übernommen. In meine Zeit im Trierer Fraktionsvorstand fallen das Ampel-Bündnis der vorherigen Wahlperiode, sowie nach der letzten Kommunalwahl und dem Verlust der Ampel-Mehrheit, die Bildung einer Jamaika-Koalition, die uns für die kommenden fünf Jahre eine solide Gestaltungsoption sowie Unterstützung für unsere beiden Dezernent*innen sichert.
Beruflich bin ich Leiter der Polizeiwache für die Innenstadt Trier. Diese Tätigkeit schärft meinen Blick für ganzheitliche Sicherheit, die Prävention, soziale Gerechtigkeit und Perspektiven für alle umfasst. Meine Arbeit zeigt mir täglich, wie wichtig es ist, gesellschaftliche Herausforderungen wie Armut oder fehlenden Wohnraum anzugehen, um ein sicheres Miteinander zu schaffen.
Darüber hinaus bringe ich durch meine langjährige Erfahrung im Polizeidienst fundierte Kenntnisse im Bereich des Zivilschutzes mit. Angesichts des Überfalls auf die Ukraine, drohender Risiken für uns sowie unsere Freunde und Nachbarn, aber auch der bereits stattfindenden hybriden Kriegsführung durch Russland, müssen wir uns leider auf neue Sicherheitsrisiken einstellen. Die Vorbereitung darauf ist unerlässlich, um unsere Bevölkerung konsequent zu schützen. Meine Expertise in der Koordination von Einsatzlagen sowie der Zusammenarbeit mit Behörden wie Feuerwehren oder Gemeindeverwaltungen ermöglicht es mir, präventive und effektive Maßnahmen für den Zivilschutz mitzugestalten – stets mit dem Ziel, die Sicherheit und das Vertrauen unserer Bürger*innen zu gewährleisten.
Meine Masterarbeit, in der ich die Unterrepräsentation von Menschen mit Migrationshintergrund in der Polizei untersuchte, hat meinen Fokus und mein Engagement für Integration weiter gestärkt. Durch die intensiven Kontakte zu kulturellen Vereinen und muslimischen Verbänden bringe ich wertvolle Perspektiven ein, auch für meine politische Arbeit.
Bereits nach der letzten Landtagswahl durfte ich in der Fachgruppe Inneres den Koalitionsvertrag mitverhandeln. Als ein konkretes Ergebnis wurde meine Forderung nach Integrationsbeauftragten in den Polizeipräsidien in die Koalitionsvereinbarung aufgenommen, die nun dieses Jahr landesweit in allen Präsidien eingeführt werden. Weitere Vorschläge von mir sind: ein Anti-Diskriminierungsgesetz, niedrigere Einstellungshürden für Menschen mit Migrationshintergrund sowie eine Verschärfung des Landesdisziplinargesetzes, damit Mitglieder rechtsextremistischer Parteien und - nach der Neubewertung durch den Verfassungsschutz - der AfD nicht mehr in den Dienst der Landesverwaltung gestellt bzw. entlassen werden.
Als homosexueller Mann in einem männlich dominierten Berufsfeld weiß ich auch aus eigener Erfahrung, wie wichtig der Schutz von Minderheiten ist. Queerpolitik ist für mich ein Herzensanliegen. Weitere inhaltliche Schwerpunkte von mir sind die Modernisierung und Digitalisierung der Verwaltung, ein nachhaltiger Umbau öffentlicher Liegenschaften, sowie die Stärkung Europas.
In Trier, direkt an der Grenze zu Luxemburg und in der Nähe zu Frankreich, lebe ich, leben wir die europäische Idee täglich. Meine Leidenschaft für ein starkes, geeintes Europa treibt mich an, grenzüberschreitende Zusammenarbeit und den Austausch in unserer Region zu fördern – für ein friedliches und vielfältiges Miteinander. Die Erfahrungen aus meiner Verwurzelung in der Eifel und in Trier geben mir zudem tiefgehende Einblicke in die unterschiedlichen Herausforderungen im ländlichen Raum und in der Stadt.
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