
27.09.22 –
Die Zunahme des motorisierten Individualverkehrs (MIV) verknappt den für die Mobilität zur Verfügung stehenden Raum drastisch. Autos verdrängen Räder. Diese verdrängen die zu Fuß Gehenden.
Verkehrskreuzungen lassen sich für diese meistens nur in mehreren Etappen überqueren – verbunden mit hohen Wartezeiten. Drastische Beispiele hierfür sind die Querungen des Alleenrings im Bereich der Engel- und der Böhmerstraße. Wenn man bei letzterer Ampelanlage stadtauswärts aus nördlicher Richtung kommend die B49 zur Mosel hin überqueren möchte, kreuzt man vier Straßen mit Ampeln, die nicht gleichzeitig Grünphasen aufweisen. Das führt zu Wartezeiten bis zu drei Minuten. Dazu kommt noch, dass ein Teil der Ampeln nur über einen Anforderungsdrücker zu Fuß Gehende berücksichtigt.
In Trier gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Drücker-, Tast- und Vibrationsschaltern. Das führt dazu, dass die Anforderung von den Nutzenden übersehen wird. So muss man alle Ampelphasen der Kreuzung bis zur nächsten Möglichkeit abwarten.
Wir fordern daher feste Grünphasen während eines Ampelumlaufs für zu Fuß Gehende sowie Querungen der Kreuzungen in einem Zug. Dass dies zu Lasten des MIV geht, ist uns bewusst. Aber es geht nicht, dass die Schwächsten im Verkehr – zu denen wir ja doch alle gehören – am meisten eingeschränkt werden.
Bernhard Hügle
Mobilitätspolitischer Sprecher
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