
27.01.16 –
Der Massenmord an sechs Millionen Juden war ein unfassbares Verbrechen an der Menschheit. Die Befreiung von Auschwitz am 27. Januar 1945 ist ein Symbol für das Ende der menschenverachtenden Grausamkeit geworden. Dieser Gedenktag mahnt uns, dass dieses schreckliche Kapitel der deutschen Geschichte nicht in Vergessenheit geraten darf.
Deutschland und Europa haben aus diesem Zivilisationsbruch Lehren gezogen: unteilbare Menschenrechte in den Verfassungen, Presse-und Meinungsfreiheit, parlamentarische Demokratie, klare Gewaltenteilungen, europäische Integration und eine auf internationale Einbindung und Kooperation basierende Außenpolitik. Diese zivilisatorischen Errungenschaften gilt es sich immer wieder bewusst zu machen und gegen Relativierung und Demontage, auch von innen, zu verteidigen.
Gerade in der aktuellen gesellschaftlichen Debatte ist es wichtiger denn je, allen anti-semitischen, rassistischen und menschenfeindlichen Tendenzen entgegenzutreten. Ausgrenzung und Stigmatisierung von Minderheiten dürfen wir nicht zulassen. Niemand darf wegen Geschlecht, Hautfarbe oder Herkunft diskriminiert, niemand wegen seiner sexuellen Orientierung oder Religionszugehörigkeit ausgeschlossen werden. Rassismus und Antisemitismus müssen wir entschieden die Stirn bieten.
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