
06.03.15 –
Zum Internationalen Frauentag am 8. März 2015 sagt Antje Eichler, Vorstandssprecherin von Bündnis 90/Die Grünen in Trier:
„Kitaausbau, Mentoringprogramme, Gender Budgeting – Trier tut einiges, um Frauen gleiche Chancen zu ermöglichen. Dennoch gibt es auch in unserer Stadt weiterhin große Unterschiede bei der Teilhabe von Frauen und Männern, insbesondere in Wirtschaft und Verwaltung: Von den zehn größten Unternehmen in Trier wird kein einziges von einer Frau geführt, alle großen Krankenhäuser haben männliche Chefs, die Präsidenten und Vizepräsidenten der beiden Trierer Hochschulen sind Männer, und auch in der Stadtverwaltung werden nur sehr wenige Ämter von Frauen geleitet.
Dabei zeigt nicht zuletzt der hohe Anteil an Studentinnen in Trier: Viele Frauen in der Region sind hoch qualifiziert. Doch die nach wie vor unzureichenden Möglichkeiten, Beruf und Familie zu vereinbaren, starre Arbeitszeitregelungen, Teilzeitjobs und die weiterhin vorherrschende klassische Rollenverteilung hindern sie am beruflichen Aufstieg. Dazu nur ein kleines Beispiel aus meiner persönlichen Laufbahn: In jedem Job bin ich bisher gefragt worden, ob ich die Stelle denn mit den Kindern vereinbaren könne. Kein Mann hört jemals in seinem Berufsleben diese Frage!
Es reicht nicht, Infrastruktur und Gesetze in Hinblick auf Chancengleichheit zu gestalten – wobei auch das (weiter) nötig ist. Vielmehr gilt: Gleichberechtigung muss in die Köpfe, vor allem der Männer. Hier könnten Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Trier mit gutem Beispiel vorangehen: Wenn nicht weibliche, sondern männliche Stadträte ihr Baby in die Sitzung mitbringen. Wenn mal nicht die Frau den Termin im Büro absagt, weil das Kind krank ist, sondern der Mann die Präsidiumskonferenz. Oder der Vorstandschef Mails und Anrufe ab dem späten Nachmittag mit Verweis auf sein Familienleben und das seiner Angestellten ablehnt. Nur wenn sich bei den Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft das eigene Verhalten an ihre Reden anpasst, kann Gleichberechtigung gelingen. Mehr Chancen für Frauen – an die Arbeit, Männer!“
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