Mut zur autofreien Römerbrücke!

29.09.20 –

Testphase „Autofreie Römerbrücke“? Nicht mit CDU, SPD, FDP und UBT!

In der jüngsten Stadtratssitzung haben wir gemeinsam mit den Linken den Antrag eingebracht, die Sperrung der Römerbrücke für den Autoverkehr in einer einjährigen Testphase zu erproben. Unser Ziel war nicht nur, durch die Freigabe für den ÖPNV sowie für Fußgehende und Radfahrende die Bedingungen für diese Verkehrsarten zu verbessern, wir wollten der Römerbrücke – der ältesten Brücke Deutschlands und UNESCO-Weltkulturerbe – auch die Bedeutung zukommen lassen, die sie verdient hat.

Hierzu wollten wir ergänzend verschiedenste Maßnahmen treffen, um die Aufenthaltsqualität auf der Brücke zu steigern (z.B. Aufstellen von Sitzbänken und Ausweisung von Verkaufsflächen für die Gastronomie).

Erwartungsgemäß haben CDU, SPD, FDP und UBT – wie bei vielen anderen innovativen und zukunftsweisenden Projekten zuvor – dem Vorhaben eine Absage erteilt. Dabei zeigte die baustellenbedingte Sperrung Ende Juli doch, wie sehr die gesperrte Brücke von Menschen zum Aufenthalt genutzt wurde und befürchtete zusätzliche Staus ausgeblieben sind, wie sie immer wieder als Argument gegen eine Sperrung für den Autoverkehr vorgeschoben werden. Die andauernden Einschränkungen durch die Baustelle auf der Westseite hätten nun eine optimale Gelegenheit geboten.

So haben wir eine Chance verpasst, unsere Stadt nach modernen Verkehrskonzepten zukunftsorientiert auszurichten, weil den genannten Fraktionen der Mut für Veränderung und der Wille zum Gestalten fehlt.

 

Michael Lichter

stellvertretender Fraktinsvorsitzender 

Kategorie

Mobilität | Rathauszeitung | Stadtratsfraktion

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