Wilkürliche Altersgrenzen

16.03.15 –

Nicht selten liest man bei Preislisten: Ermäßigung für Student*innen bis 27 Jahre.

Gibt es ab 27 keine Student*innen mehr, die aufgrund von finanziellen Engpässen auf Ermäßigung angewiesen sind? Doch! Aber eine willkürlich gesetzte Altersgrenze wie die eben genannte, zeigt die naive Überzeugung, dass jede/r mit Abitur direkt im Anschluss studieren geht.

Dabei wird diese Lebensführung nirgends vorgeschrieben. Eine Aberkennung des Studentenstatus trifft besonders diejenigen, für die ein Studium direkt nach dem Abitur eben nicht selbstverständlich ist. Besonders Kindern aus Nicht-Akademikerfamilien, den sogenannten Arbeiterkindern, fällt die Entscheidung zu einem Studium schwerer, wenn Geldsorgen vorprogrammiert sind.

Aber auch der Status Schüler*in endet erst mit abgeschlossener Ausbildung und eben nicht mit dem Erreichen eines bestimmten Alters. Wir als Vertreter*innen einer Studentenstadt können es  nicht zulassen, dass das Versprechen Sozialer Aufstieg durch Bildung durch willkürlich gesetzte Altersgrenzen in öffentlichen Institutionen konterkariert wird.

Soziale Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist ein wichtiger Bestandteil einer guten Lebensqualität, auf die jede/r, ein Recht hat. Ein Schritt in die richtige Richtung zeigt sich in der Abschaffung der Altersgrenze bei Theaterkarten.

Ein weiterer Schritt stellt die Etablierung einer Kulturtafel dar, die allen Menschen mit niedrigem Einkommen, einen Besuch im Theater, Konzerten und Sportveranstaltungen ermöglicht.

Daniela Müller-Kolb

 

Kategorie

Kultur | Rathauszeitung | Soziales | Stadtratsfraktion

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