
29.10.18 –
Wir wollen nicht nur den sozial geförderten Mietwohnungsbau fördern, sondern auch mehr bezahlbaren Wohnraum für Alle schaffen.
Im Stadtgebiet gibt es wenige große bebaubare Flächen. Das führt zu großen Druck auf dem Wohnungsmarkt, zu hohen Bau- und Mietpreisen. Unsere Neubaugebiete sind ein Potpourri unterschiedlicher Gebäudetypen: Mehrfamilienhäuser, Reihenhäuser und der größte Anteil besteht jedoch aus Einfamilienhäusern. Der Flächenverbrauch pro Wohneinheit ist enorm.
Der Blick in die Vergangenheit ist interessant: Als um 1900 riesiger Wohnbedarf bestand, wurde die Stadt mit mehrgeschossiger Blockrandbebauung . Heute bauen wir an den Randgebieten – überspitzt formuliert – dörfliche Strukturen. Für bezahlbaren Wohnraum müssen wir Neubaugebiete anders planen, offen sein für innovative Wohnformen und Gebäudetypen. Mehr Wohnfläche entlastet den Wohnungsmarkt, Mieten sinken – nach dem Prinzip „Angebot und Nachfrage“.
Dies ist im Übrigen auch eines der Gründe, weshalb wir das Baugebiet Brubacher Hof abgelehnt haben und den Langenberg aufgrund seines Potentials einer echten „Stadterweiterung“ weiterhin favorisieren.
Wir freuen uns, dass der Oberbürgermeister unserer Anregung zu einer Sondersitzung des Stadtrates gefolgt ist, in der Stadtplaner, Architekten und Investoren aktuelle Beispiele, Forschungsergebnisse und die jeweiligen Sichtweisen vortragen sollen. Wir erwarten dabei wichtige Impulse für unser gemeinsames Ziel „Schaffung bezahlbaren Wohnraum für Alle“!
Dominik Heinrich
Fraktion Bündnis 90/Die Grüne
Kategorie
Planen/Bauen | Rathauszeitung | Soziales | Stadtratsfraktion
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