Trier-Ehrang - Der jüngste Waldbrand in Belgien, der Eifel und auch im Stadtteil Ehrang sowie die langanhaltenden Dürrephasen in diesem Sommer machen spürbar, wie sehr Extremwetterereignisse und Klimafolgen die Region Trier bereits heute fordern. Doch wie begegnen wir dieser Entwicklung vor Ort am wirksamsten? Reichen technische Notfallanpassungen und Gefahrenabwehr aus, oder ist vorbeugender Klimaschutz auf lange Sicht die günstigere und sicherere Investition? Unter dem Motto „Schützen oder Anpassen? Wie sich unsere Region jetzt aufstellen muss“ lädt das neue Veranstaltungsformat „Trierer Klimadialog" am Freitag, 18. September 2026, von 19 Uhr an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger in das Bürgerhaus Ehrang in der Niederstraße 143 ein. Veranstalter ist der Kreisverband Trier von Bündnis 90 / Die Grünen.
Die Veranstaltung schlägt in vier kompakten Impulsen den Bogen von der Wissenschaft über die Praxis bis hin zu Wirtschaft und Stadtplanung. Den Auftakt macht Prof. Dr. Markus Casper von der Universität Trier, der den aktuellen Sachstand zum Klimawandel beleuchtet und Prognosen für den Raum Trier, die Eifel und den Hunsrück aufzeigt. Anschließend berichtet Dr. Andreas Palzer als stellvertretender Leiter der Berufsfeuerwehr Trier über Erfahrungen bei Waldbränden, Dürrefolgen und Notfallvorsorge vor Ort. Die ökonomische Perspektive bringt Staatssekretär a.D. Michael Hauer ein, der den volkswirtschaftlichen Nutzen von Vorbeugung sowie die gesellschaftlichen Kosten von Nichthandeln analysiert. Abgerundet werden die Impulse durch Steve Utecht, den Leiter der Stabsstelle Klima- und Umweltschutz der Stadt Trier, der konkrete Schutz- und Anpassungsmaßnahmen für die Trierer Stadtteile vorstellt.
Ein besonderes Element des Abends ist die aktive Einbindung des Publikums: Über digitale Live-Polls per Smartphone können die Anwesenden nach den Impulsen direkt ein Meinungs- und Stimmungsbild abgeben. Diese Ergebnisse fließen unmittelbar in die anschließende Podiumsdiskussion ein.
Der Trierer Klima-Dialog versteht sich als ein sachliches, überparteiliches Angebot an die Bürgerschaft, sich aus erster Hand zu informieren, drängende Fragen einzubringen und gemeinsam über die Zukunft unserer Stadtteile zu diskutieren. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
Offener (!) Stammtisch mit netten Menschen und guten Gesprächen.
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