

18.11.21 –
Zu schmal, zu uneben, zu unattraktiv: Nicht alle Gehwege in der Stadt Trier entsprechen den geltenden Richtlinien – falls überhaupt welche vorhanden sind. Kinderwagen schieben oder mit einem Rollstuhl fahren ist nicht oder nur mit größter Anstrengung möglich, wenn jemand entgegenkommt, müssen Fußgänger*innen auf die Straße ausweichen.
Mit unserem Antrag „Verbesserung der Barrierefreiheit/-armut auf derzeit zu schmaler Bürgersteigen im Bestand“ wollten wir die Situation der zu Fuß Gehenden in der Stadt Trier sukzessive verbessern. Mit einem jährlichen Budget in Höhe von 100.000 Euro könnten konkrete Maßnahmen wie Instandsetzung und Verbreiterung von Gehwegen umgesetzt werden, ohne dass erst der Handlungsbedarf geprüft werden muss. Einen ähnlichen Topf gibt es für Radwege.
Dem Hinweis der Verwaltung, dass sie sich um die Gehwegsicherheit kümmere, können wir nicht folgen. Man muss nur als Fußgänger*in durch Triers Straßen gehen. Unsere Fraktionsvorsitzende Dr. Anja Reinermann-Matatko hat Beispiele angeführt, wo der Zustand schon lange mies ist und trotzdem kein Kümmern stattfinde.
Mit uns stimmte nur die Linksfraktion. „CDU, SPD, UBT, FDP und AfD sind die Fußgänger*innen nicht einmal 1 Euro pro Jahr wert!“, kommentiert unser mobilitätspolitischer Sprecher Ole Seidel das Ergebnis der Abstimmung. Die Reaktion der Stadtratskollegen erstaunt, schließlich gibt es Richtlinien: Gehwege sollen grundsätzlich mit dem Regelmaß von 2,50 Meter Breite geplant werden. In der Stadt Trier gibt es Gehwege – auch direkt neben Grundschulen wie etwa in der Oberstraße in Ehrang (Foto) – die bei weitem nicht der Norm entsprechen. Wir bleiben dran.
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