
11.10.21 –
Um Bauverfahren zu verkürzen und Kostenentwicklungen kontrollierbarer zu machen, sind die Zuständigkeiten der Dezernate, Stadtratsgremien zu hinterfragen, die verwaltungsinterne Organisation zu verbessern: Die Überlegungen, die Bauaufsicht, die Vergabekommission sowie den Architektur- und Städtebaubeirat vom Baudezernat in andere Dezernate zu verlegen, sind kontraproduktiv. Den Beschluss, das Denkmalpflegamt dem Kulturdezernat zuzuordnen, halte ich für einen Fehler. Alle Ämter und Gremien, die für die Umsetzung von Baumaßnahmen zuständig sind, sollten in einem Dezernat gebündelt werden.
Die Rollenverteilung zwischen den Fachdezernaten und dem Baudezernat muss geklärt, die Beratungsfolgen schlanker gestaltet werden. Kurze Kommunikationswege und klare Zuständigkeiten beschleunigen Bauverfahren.
Das Projektmanagement bei der Gebäudewirtschaft Trier muss gestärkt werden. Zudem sollten vierteljährliche, kurze Sachstandsberichte zu den Zeitabläufen und Kostenentwicklungen der in Planung und Ausführung befindlichen Baumaßnahmen sicherstellen, dass Ziele eingehalten werden. Bei sich abzeichnenden Bauzeitenverzögerungen und Kostensteigerungen sind Lösungsmöglichkeiten darzulegen.
Bereits in der frühen Entwurfsphase müssen die Aufgabenstellung, Baustandards sowie alle rechtlichen und technischen Fragen geklärt sein. Ebenso der Umfang der Freiflächengestaltung. Planungsänderungen, Forderungen der Genehmigungsbehörden und nachträgliche Nutzerwünsche kosten Zeit und Geld.
Unsere detaillierten Vorschläge zur „Beschleunigung von Bauverfahren“ haben wir in einem Diskussionspapier hier zusammengefasst. Nun freuen wir uns auf den konstruktiven Austausch mit dem Stadtvorstand und den Stadtratsfraktionen.
Dominik Heinrich
Sprecher für Städtebau, Architektur und Denkmalpflege
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