84 - Trier erlebt Grünes Wunder

1984 – ein Jahr, in dem sich die Kommunalpolitik in der Stadt Trier entscheidend ändert. Bei der Kommunalwahl kandidiert erstmalig die noch junge Partei Die Grünen für den Stadtrat.
Erfolgreich! Mit 6,9 % der Wähler*innenstimmen ziehen mit Gaby Praus, Lutz Ring (ihn wird später Horst Steffny ablösen) und Richard Leuckefeld gleich drei Grüne in den Stadtrat ein. Die Erwartungen an diese erste Fraktion seien hoch gewesen, erinnert sich Leuckefeld, der heute noch für die Grünen im Stadtrat sitzt.
84 ist denn auch die Zahl des Tages! ->Wann der Stadtverband gegründet wurde, erfahrt ihr hier in den kommenden Tagen.
Schwerpunkte unserer Arbeit sind in den ersten Jahren – ähnlich wie heute – Mobilitätspolitik, Stadtplanung und Ökologie, aber auch die kulturelle Vielfalt. Gestartet sind die ersten drei grünen Fraktionär*innen euphorisch – der Alltag holt sie schnell ein. Die etablierten Parteien schauen argwöhnisch auf die Neuen, die irgendwie so ganz anders sind. „Wir stellten zahlreiche Anträge, die im Gegensatz zu heute alle abgelehnt wurden“, erinnert sich Leuckefeld.
Ganz erfolglos ist die erste Fraktion nicht. Herausragende kommunalpolitische Aktivitäten sind im ersten Jahr: Verbesserung von ÖPNV und Radverkehr in Trier, Forderung nach einem städtischen Umweltamt, Verschmutzung der Kyll durch den Kerosinunfall am Flugplatz Bitburg, Auswirkungen des Waldsterbens auf den Trierer Stadtwald, Hubschrauberspritzung der Weinberge, Kampf um die Tufa als alternative Kultureinrichtung, Einrichtung einer Gleichstellungsstelle und Etablierung einer Frauenbeauftragten. Aber auch Themen, die nicht unmittelbar mit der Stadtratsarbeit zu tun haben, wie das AKW Cattenom und die Friedenspolitik, kommen in Form von Resolutionen zur Sprache.
„Insgesamt haben wir viel erreicht“, betont Leuckefeld. „Das sieht man nicht zuletzt an den heutigen Wahlergebnissen. Auch wenn wir im ersten Jahr formal keinen Antrag durch bekommen haben, so haben wir doch die Themen gesetzt.
Für die Tufa waren wir die treibende Kraft. Hauptakteur war aber der damalige OB Felix Zimmermann, der gegen seine eigene CDU-Fraktion agieren musste.
Der erste Antrag, den wir als Grüne im Rat durchbekommen haben, war die Neugestaltung des Viehmarkts. Der war damals noch Parkplatz. Bis zur Umsetzung hat es dann aber noch ein gutes Jahrzehnt gedauert.“ Heute ist der Viehmarkt als Veranstaltungsort von Wochenmarkt, Allerheiligen-, Peter- und Paul-Messe, Altstadtfest und Ähnliches für die Trierer nicht mehr wegzudenken.

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