
16.11.20 –
Der Beschluss zum Klimanotstand hat dazu geführt, dass im Arbeitskreis Klima Umwelt Energie, der mit Ratsmitgliedern und Vertreter*innen von Verbänden besetzt ist, über Projekte und die Implementierung der Klimafolgenauswirkungen in Verwaltungsvorlagen diskutiert wurde. Letzteres wurde vom Rat dann auch als Vorgehensweise beschlossen. „Was uns fehlt, ist jedoch eine Änderung im Selbstverständnis der Verwaltung“, kritisiert Yelva Janousek, unsere Sprecherin für Klimaschutz. „Das Thema Klimawandel wird zu sehr auf Projekte beschränkt. Es wird als zusätzliche Belastung angesehen anstatt als positive Weichenstellung für unsere Zukunft.“ Wichtig wäre, im Alltagsgeschäft viel stärker zu beachten, welche klimatischen Auswirkungen es gebe.
„Wir hatten daher diesen Sommer versucht, im Sinne eines Hitzeaktionsplanes konkrete alltagsrelevante Maßnahmen zu beantragen“, sagt unsere Fraktionsvorsitzende und Landtagskandidatin Anja Reinermann-Matatko. Dieser Antrag wurde jedoch in den Ausschuss verwiesen – „ein Armutszeugnis des Rates, der den Klimanotstand doch mit so großer Mehrheit beschlossen hat“.
Daher unser Fazit: Der Beschluss zum Klimanotstand war ein wichtiger Schritt, ein politisches Signal auch in die Stadtgesellschaft hinein. Bei der Umsetzung hinken wir jedoch, sind zaghaft selbst bei Maßnahmen, die in anderen Städten erfolgreich durchgeführt werden – gerade im Bereich Mobilität.
Wir diskutieren am morgigen Mittwoch ab 19 Uhr mit bei der digitalen Talkrunde von Lokale Agenda 21 Trier e. V., OK54 Bürgerrundfunk und der Heinrich-Böll-Stiftung.
Stellt auch ihr eure Fragen aus den Bereichen Verkehr, Energie und Stadtentwicklung und redet mit! Denn es geht um nichts Geringeres als den Klimanotstand!
Alle Infos zur Talkrunde findet ihr hier.
Kategorie
Energie | Mobilität | Planen/Bauen | Stadtratsfraktion | Umwelt
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