24.03.15 –
Wer einmal Jugendliche bei deren erstem Theaterbesuch begleitet, wundert sich nicht , wenn einer plötzlich ruft: „Alles in 3D und ganz ohne Brille!“
Friedrich Schiller hat 1784 – also knapp 20 Jahre vor der Eröffnung des Trierer Theaters – in einem flammenden Plädoyer für das Theater unter anderem die folgenden Worte aufgeschrieben:
„Wenn Gram an dem Herzen nagt, wenn trübe Laune unsere einsamen Stunden vergiftet, wenn uns Welt und Geschäfte anekeln, wenn tausend Lasten unsre Seele drücken und unsre Reizbarkeit unter Arbeiten des Berufs zu ersticken droht, so empfängt uns die Bühne – in dieser künstlichen Welt träumen wir die wirkliche hinweg, wir werden uns selbst wieder gegeben,...“
Theater ist weit mehr als ein Gebäude, in dem Schauspiel stattfindet. Im Theater wird uns und unserer Gesellschaft der Spiegel vorgehalten. Es ist Anlass für Diskussionen; wir können uns freuen, aber auch ärgern. Theater wirkt aber auch weit über die eigentliche Spielstätte hinaus und das nicht nur deshalb, weil es auch außerhalb des Theatergebäudes aktiv ist. Es ist ein gehöriger Unterschied, ob in unserer Stadt viele Theaterkünstler leben oder ob sie nicht da sind.
All das hat viel mit Atmosphäre, mit Stimmung zu tun und lässt sich nicht in Geld ausdrücken. Genau an dieser Stelle setzen Populisten gerne an, die ihr Süppchen mit nackten Zahlen garnieren. Sie reduzieren das Theater auf das Gebäude, auf die Personalkosten. Trier ist – gemessen an Einnahmen und Ausgaben – keine reiche Stadt. Aber wir haben ein reiches kulturelles und architektonisches Erbe und eine bunte und vielfältige Gegenwart. Hier liegt die Einzigartigkeit unserer Stadt und hier liegen ihre größten Potenziale.
Deshalb ist es so wichtig – auch für diejenigen, die selten oder nie ins Theater gehen – eine Institution wie das Theater zu erhalten und ihr die räumlichen und personellen Mittel zu geben, damit sie sich weiter entwickeln kann. Es wird sich für uns alle lohnen.
Reiner Marz
Kategorie
Rathaus / Fraktionsgebäude
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