20.03.2021

Kröten wandern jetzt sicherer

Warnschild, Tempo-Beschränkung und mehrere Absperrgitter: Die Stadtverwaltung hat in der Straße An der Härenwies auf unsere Anfragen sowie auf Hinweise von Tierschützer*innen reagiert. Fotos: Mechthild Schneiders

Achtung Krötenwanderung! Schilder weisen darauf hin, wenn Amphibien auf ihrem Weg zu ihren Laichgewässern unsere Straßen überqueren müssen. Doch oft reicht dies nicht, Zäune müssen her und Freiwillige, die die Tierchen auf die andere Straßenseite tragen.

Um die Kröten zu schützen, ist auf dem Markusberg die Straße zwischen Café Mohrenkopf und Trierweiler von März bis April nachts gesperrt.

„Kann eine solche mobile, kurzzeitige und nächtliche Sperrung auch in der Straße An der Härenwies eingerichtet werden?“, hat unsere tierschutzpolitische Sprecherin Dinah Hermanns bei Andreas Ludwig vom zuständigen Dezernat IV per Anfrage nachgefragt. Denn auch in der Nähe des Südbads überqueren jährlich Tausende Amphibien die Straße. Hermanns schrieb: „Eine Sperrung, die wenigstens zur Hauptwanderungszeit der Amphibien stattfindet, würde den Helfer*innen und den Tieren vor Ort wirklich helfen.“

Nur wenige Tage später kam die Antwort: Eine vollständige Sperrung sei aufgrund der Zufahrtsmöglichkeiten nicht möglich. Aber: „Die Stadt hat kurzfristig mehrere Maßnahmen angeordnet, damit die Autofahrer an dieser Stelle langsamer fahren“, freut sich Hermanns. Für den Schutz von Kröten während ihrer Frühjahrswanderung hat die Stadt auf der Straße An der Härenwies auf der Höhe des Südbads die Fahrbahn mit mehreren Warnbaken und Absperrgittern bis Ende Mai verengt. Es gilt ein Tempolimit von 30 km/h. Zudem weist die Stadtverwaltung darauf hin, dass die als land- und forstwirtschaftlicher Weg ausgewiesene Strecke nur für solche Fahrten genutzt werden darf.

Über so gute Nachrichten ist Dinah Hermanns positiv überrascht und sehr erfreut: „Es ist echt toll, dass gleich so viele Maßnahmen auf einmal umgesetzt werden. Mit so einer Antwort habe ich gar nicht gerechnet, da die Krötenretter schon lange versucht haben, die Situation der Tiere an dieser Stelle zu verbessern. Das alles“, ist sich Hermanns sicher, „wird die Situation deutlich entspannen, Spaziergänger*innen schützen sowie zahlreichen Tieren das Leben retten.“

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