17.11.2015

Spielplatz oder Parkhaus?

Das Top-Thema im Wahlkampf ist Sport. Wer hätte das gedacht? Weitere heiße Themen sind die oft bemängelten Zustände an Schulen, Integration und Kinderspielplätze. Vermutlich fällt erst beim letzten Punkt auf, dass es um die Wahl des Jugendparlamentes geht.

Erst neulich las ich in einem Roman über ein heißumkämpftes kommunales Streitthema: Parkhaus oder Kinderspielplatz. Ich musste laut lachen, weil es so absurd klang. In Trier wäre es gewesen: Parkhaus oder Einzelhandel.

Auf die Idee, neue Kinderspielplätze zu bauen kommt hier kaum jemand. Sogar den Jüngsten geht es erst einmal um Instandhaltung. Traurige Konsequenz einer Mangelverwaltung, in der für Neues kaum Platz ist.

Im spärlich finanzierten Bereich des Sports ziehen immerhin alle an einem Strang. Da sagt das Sportentwicklungskonzept von Dezernentin Birk und ihren Mitarbeitern dasselbe wie die Kandidaten für das Jugendparlament: Wir brauchen mehr Sportangebote für diejenigen, die nicht im Verein organisiert sind. Und funktionstüchtige Hallen.

Den Parteien, die immer wieder darauf hinweisen, dass das freiwillige Aufgaben seien, die der Haushaltskonsolidierung entgegenstehen, sei gesagt: Genau die sind es, die das Leben lebenswert machen. Die Konsolidierung scheitert nicht an ein paar Klimmzugstangen sondern an strukturellen Dingen. Und solange wir die nicht angehen, kürzen wir an unserer Lebensqualität.

Christiane Wendler

 

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