Stadtrat 06.11.: Finanzierung des Tierheims sicherstellen!

31.10.18

Der Stadtrat möge beschließen:

1. Der Rat der Stadt Trier fordert die Verwaltung auf die Finanzsituation des Tierschutzvereins Trier und Umgebung e.V. zu prüfen. Ziel ist es fest zu stellen, ob die Mittel ausreichen um eine mittelfristige Finanzierung der laufenden Betriebskosten des Tierheims zu gewährleisten.

2. Im Januar 2019 sind die Ergebnisse der Überprüfung im Dezernatsausschuss III vorzustellen.

Begründung:

Der Tierschutzverein Trier und Umgebung e.V. trägt die Verantwortung für ca. 200 Tiere im Heim aus einem Umkreis von ca. 100 km; dies leisten ca. 10 Mitarbeiter*innen und viele ehrenamtlich Tätige. Es werden ca. 700 Tiere p.a. vermittelt. Vorrangige Aufgabe ist es, Tieren ein vorübergehendes Zuhause bieten, sie medizinisch zu versorgen und schnellst möglich in ein dauerhaftes Zuhause zu vermitteln.

So nimmt das Tierheim Tiere aus Beschlagnahmungen auf, wobei es sich häufig um eine große Anzahl von Tieren in schlechtem gesundheitlichem Zustand handelt, die große logistische Herausforderungen darstellen. Dabei fallen ca. 110.000 Euro Tierarzt- und Arzneikosten an. Außerdem ist das Tierheim jederzeit Ansprechpartner für in Not geratene Tiere oder für Tierhalter, die einen Rat suchen. Das Tierheim übernimmt zahlreiche öffentlich-rechtliche Aufgaben, wie z.B. die Aufnahme und Versorgung von Fundtieren, die andernfalls von den Kommunen – der Stadt Trier und den umliegenden Gebietskörperschaften - zu übernehmen wären.

Das grundsätzliche Problem der Finanzierung liegt in den laufenden Betriebskosten von knapp 500.000 Euro p.a., welche nur knapp zur Hälfte durch die Einnahmen finanziert werden können. Bislang wurde diese Lücke mal mehr, mal weniger mit Spenden und Erbschaften gedeckt. Ziel muss es sein, die laufende Finanzierung des Tierheims auf eine verlässliche und planbare Basis zu stellen. 2015 wurde erstmals eine Überprüfung der Finanzausstattung des Tierschutzvereins vorgenommen.

Damals kam die Verwaltung zu dem Ergebnis, dass die vorhandenen Mittel zur Deckung der Betriebskosten perspektivisch ausreichend seien. Drei Jahre später bedeuten Steigerungen bei Ausgaben für Futter- und Arzneimitteln, den Tierarzt- und Energiekosten und anderem mehr. Daher beantragen wir eine erneute Feststellung der Finanzlage. Es geht darum zu erkennen, ob der Tierschutzverein seine Aufgabe auch mittelfristig stemmen kann.

Mit freundlichem Gruß

Petra Kewes & Udo Köhler

Kategorie

Anträge Finanzen Stadtratsfraktion Tierschutz

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