Gemeinsamer Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und der Linksfraktion: "Testphase zur Aufwertung der Römerbrücke"

22.09.20

Der gemeinsame Antrag unserer Fraktion mit der Links-Fraktion wurde bei 17 Ja-Stimmen gegen 32 Nein-Stimmen vom Rat abgelehnt.

Der Stadtrat möge beschließen:

 

  1. Die Verwaltung leitet die erforderlichen Schritte in die Wege, um den Beschluss des Stadtrats zur autofreien Römerbrücke 2025 aus dem Jahr 2015 (Vorlage 232/2015; Freigabe der Römerbrücke für Fuß- und Radverkehr, ÖPNV und Taxen) in einer einjährigen Pilotphase zu erproben. Diese Testphase soll im ersten Quartal 2021 beginnen. Anschließend soll eine Evaluation erfolgen.

 

  1. Zur Steigerung der Aufenthaltsqualität sollen auf der Römerbrücke sowie an den angrenzenden Bereichen ergänzende Maßnahmen durchgeführt werden.

 

  1. Bereits in der Vorbereitung auf die Testphase soll ein moderierter Prozess unter Einbindung aller angrenzenden Ortsbeiräte unter Berücksichtigung der Ergebnisse des Römerbrückenwettbewerbs durchgeführt werden.

 

Begründung:

 

Die Römerbrücke ist die älteste Brücke Deutschlands und stellt ein wichtiges touristisches Ziel dar. Aufgrund ihrer historischen Bedeutung wurde sie durch die UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Diesem Status wird sie in ihrer derzeitigen Nutzung als nahezu ausschließliche Querung für den motorisierten Individualverkehr in keiner Weise gerecht.

 

Aus diesem Grund hat der Stadtrat in der Vorlage 232/2015 beschlossen, die Römerbrücke langfristig für die ausschließliche Nutzung durch Fuß- und Radverkehr, ÖPNV und Taxen umzugestalten.

Wie dies in Ansätzen aussehen könnte, haben wir aufgrund einer baustellenbedingten Sperrung vom 27.07. bis zum 16.08. wahrnehmen können. Die Römerbrücke wurde während dieses Zeitraums von zahlreichen Menschen gesäumt und zum Aufenthalt genutzt, egal ob zu Fuß oder auf dem Rad. Gleichzeitig ist das befürchtete Verkehrschaos ausgeblieben, das von vielen Bedenkenträger*innen immer wieder als zentrales Argument gegen eine Sperrung für den motorisierten Individualverkehr ins Feld geführt wurde.

 

Diese positiven Erfahrungen bieten sich daher an, die Auswirkungen einer Sperrung des
UNESCO-Weltkulturerbes nun in einer einjährigen Testphase über alle Jahreszeiten hinweg zu beobachten und zu analysieren sowie um etwaige Schwachstellen oder neu entstehende Verkehrshäufungspunkte frühzeitig identifizieren zu können und ggf. gegenzusteuern. Darüber hinaus bietet sich die Gelegenheit, die Taktung bestehender Buslinien zu optimieren oder gar neue Linien einzurichten sowie die Möglichkeit, die Verkehrsströme entlang der Uferstraßen durch eine Veränderung der Schaltungen vorhandener Lichtzeichenanlagen zu optimieren.  

 

Die aktuelle Bauphase bietet sich zur Durchführung einer Testphase optimal an, da die Verkehrsführung in diesem Bereich ohnehin eingeschränkt ist. Der Beginn der Testphase soll mit Bedacht auf das Weihnachtsgeschäft im ersten Quartal 2021 erfolgen.

 

Zusätzlich sollen Maßnahmen getroffen werden, durch die die Aufenthaltsqualität auf der Römerbrücke sowie in angrenzenden Bereichen gesteigert wird, z.B. durch eine Möblierung zur Schaffung von Sitz- und Rastgelegenheiten oder die Ausweisung von Bereichen zum Verkauf von Speisen, Getränken oder Souvenirs. Gleichzeitig soll die Ausweisung entsprechender Flächen als wirtschaftsfördernde Maßnahme die lokale Gastronomie stärken. Zudem sollen weitere Ergebnisse des Römerbrückenwettbewerbs hinsichtlich ihrer zeitnahen Umsetzbarkeit geprüft werden.

 


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