Antrag: Pfand gehört daneben – Lösungen für Trier

29.09.16

Die Stadtverwaltung wird damit beauftragt, Lösungen zu erarbeiten, die Pfandsammlern in unserer Stadt vor gesundheitlichen Schäden schützt und ihnen das unwürdige Suchen im Müll erspart. Insbesondere zwei Punkte sollen zur Entschlussreife vorbereitet und dem zuständigen Dezernatsausschuss bis Anfang 2017 vorgestellt werden:

der Einsatz von Pfandkästen und Pfandringen, zunächst probeweise an ausgewählten Standorten, um Erfahrungen zu sammeln, dann möglichst flächendeckend,
das Einwerben von Sponsorengeldern für die Aktion.
 

Begründung:

Wer mit offenen Augen durch unsere Stadt geht, dem wird nicht verborgen geblieben sein, dass immer mehr Menschen ihre kärglichen Einkünfte durch das Sammeln von Pfand aufbessern müssen. Für viele Menschen sind diese 8, 15 oder 25 Cent kein Trinkgeld sondern mittlerweile wesentlicher Bestandteil ihres Einkommens. Wer genau hinsieht sieht auch, dass viele Pfandsammler vor dem Griff in den Abfallbehälter diesen erst vorsichtig umkreisen und sich schamvoll umsehen.

Da der städtische Einfluss auf Rentenniveaus, die Höhe von Sozialleistungen, Löhne und Mietpreise und Mietnebenkosten eher gering ist, und wir somit kaum Einfluss auf die Ursachen des Problems haben, sollten wir dennoch versuchen die Auswirkungen auf die Würde unserer Mitbürger zu minimieren.

Scharfe Gegenstände, Glasscherben, Hundekotbeutel und Essensreste machen den Griff in die Abfallbehälter nicht nur zu einer unappetitlichen, sondern auch zu einer potentiell gefährlichen Angelegenheit.

Deshalb: „Pfand gehört daneben!“ – Das System, welches auch für die Sauberkeit der Stadt uns am sinnvollsten erscheint, ist das der Pfandkisten/Pfandringe. 

Im März 2014 überreichte der Initiator einer Online-Petition 573 Unterschriften von Trierer Bürgerinnen und Bürgern an den damaligen Oberbürgermeister Herrn Klaus Jensen. Die Petenten setzten sich für die Einführung von Pfandringen ein. Es erfolgte die Zusage (TV vom 17.03.2014), dass die städtischen Gremien sich mit dem Anliegen beschäftigen würden, leider ist das Thema durch andere wichtige Themen wieder in den Hintergrund geraten. Dies gilt es mit diesem Antrag wieder zu ändern.

  

gez.                

Philipp Bett                            Thorsten Kretzer
CDU-Fraktion                         Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

 

 

Kategorie

Anträge Soziales Stadtratsfraktion

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